Best Of – Best Movie Soundtracks

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Sicherlich geht es euch wie uns, und neben der Musik hat es euch auch die bewegte, die visuelle Kunst angetan. Das Bindeglied von Film und Musik ist der Soundtrack. Er macht den Film zu dem was er ist. Ob nun der Höhepunkt der Verfolgungsjagd auf der Leinwand mit einem Crescendo unterlegt wird, epische Landschaften mit monumentalem Orchester untermalt wird oder wir uns mit einer traurigen Melodie des Todes von unserem Protagonisten verabschieden, ohne Musik würde doch halbes nur halb so gut sein.

Denkt nur an Klassiker wie Psycho, Star Wars, Saturday Night Fever, This Is Spinal Tap oder Tarantinos und Kubricks komplette OSTs. Man könnte die Liste ewig weiter führen. Lasst uns doch genaz das machen.

Welches ist euer „Bester Film Soundtrack“?

Hier sind die Lieblings Soundtracks des Teams – Top 5

Tims Top5 Movie Soundtracks

 Tim

Oldboy OST (2003)

Der Film dürfte jedem Möchtegern-Cineasten bekannt sein. Das Rache-Epos vom koreanischen Ausnahmetalent Park-Chan Wook überzeugt durch tolle Schauspieler, intensive Gewaltszenen und einer wendungsfreudigen Story, gewürzt mit Liebe, Drama und eben einem tollen Soundtrack. Verantwortlich für diesen war Yeong-Wook Jo. Ich höre den Soundtrack mindestens so gerne, wie ich den Film schaue.

Suspiria OST (1977)

Der wohl bekannteste Film von einem Genie des Horror-Genres, Dario Argento. Auch hier macht, neben den tollen Filmfarben und Kameraeinstellungen, erst der Soundtrack den Film so atmosphärisch. Die schon zum Kult evolvierte Band Goblin war für den OST und den markanten Titeltrack verantwortlich. Unter anderem auch: Dawn of the Dead und Tenebre.

Rocky Horror Picture Show (1975)

Darüber braucht man nun wirklich nicht viele Worte zu verlieren. Kult-Soundtrack, zum Kultfilm, zum Kult-Musical. Großartig groteskes Kino mit Sex, weniger Drugs, aber dafür umso mehr Rock ’n Roll. Hightlights sind mit Sicherheit die Klassiker Sweet Transvestite, I Can Make You a Man und natürlich The Time Warp.

Spun OST (2002)

Immernoch ein kleiner Geheimtipp. Spun ist ein abgefuckter Drogenfilm, mit interessanten Schnitten, Animationssequenzen, einem tollen Cast und Debbie Harry von Blondie! Etwa die Hälfte der unterlegten Musik hat Billy Corgan von den Smashing Pumpkins unter dem Namen Zwan komponiert. Schön. Großartig! Wirklich.

Room 237 OST (2012)

Bei Room 237 handelt es sich um eine Dokumentation über verschiedene Interpretationsmöglichkeiten und Verschwörungstheorien über Stanley Kubricks The Shining. Amüsant, erstaunlich und ein Muss für Filmnerds. Musikalisch orientieren sich die Komponisten Jonathan Snipes und William Hutson passenderweise stark an dem Sound der oben erwähnten Band Goblin.

Muckes Top5 Movie Soundtracks

 Mucke

Dawn Of The Dead (1978)

Eine Soundttrack-Top-5 ohne Goblin ist eigentlich undenkbar. „Dawn Of The Dead“ ist neben „Suspiria“ sicherlich die beste Filmmusik der italienischen Band. Die Mischung aus Prog- und Hardrock untermalt den Film perfekt. War „Night Of The Living Dead“ in schwarzweiß und reduziert, präsentierte Regisseur George A. Romero mit „Dawn Of The Dead“ eine grelle, blutrote Konsumkritik, die bei allen Untertönen vor allem ein packender Horrorfilm ist.

Angel Heart (1987)

Zugegeben, als Film ist „Angel Heart“ nicht gut gealtert. Die Werbefilm-Ästhetik aus den 80ern (schattenwerfende Ventilatoren und so weiter) wirkt etwas aufgesetzt. Aber die Musik von Trevor Jones und dem Jazzsaxofonisten Courtney Pine ist so herrlich bedrückend wie damals – eine ganz andere Art von Doom. Regisseur Alan Parker sagte, dass Pine seine Saxofon-Passagen zu einem Screening des Films einspielte und, hätte man ihn gelassen, den kompletten Film wie einen Stummfilm begleitet hätte. Einen entsprechenden Fluss hat die Musik, die durch einige Blues- und Jazzklassiker sowie Dialogpassagen an den richtigen Stellen unterbrochen wird.

The Wire (2002-2008)

In den letzten 15 Jahren haben Fernsehserien dem Kino zunehmend den Rang abgelaufen. Ganz weit vorne – ja, noch vor den „Sopranos“, „Breaking Bad“ oder „Game Of Thrones“ – steht „The Wire“. Komplexe Charaktere, die sich langsam entwickeln, und ausgefeilte Handlungsstränge, die sich über mehrere Staffeln hinziehen – einem Kinofilm fehlt da häufig die Zeit. „The Wire“ ist zwar eigentlich eine Krimi-Serie, zeichnet aber über fünf Staffeln ein vielschichtiges Porträt der Stadt Baltimore. So vielschichtig, dass das Titelstück „Down In A Hole“ von Tom Waits für jede folgende Staffel von einem anderem Interpreten neu eingespielt wurde. Und sich Michael Franti neben Paul Weller findet, Solomon Burke neben den Pogues und Steve Earle neben den Neville Brothers.

National Lampoon’s Animal House (1978)

„Blues Brothers“ ist mittlerweile an die Massen verloren gegangen, doch die Filmmusik von „National Lampoon’s Animal House“, den Regisseur John Landis und John Belushi vorher drehten, hat einen ähnlichen Unterhaltungswert. Belsushi singt zwar nur zwei Songs („Louie, Louie“, „Money – That’s What I Want“), aber die Songs von Otis Day And The Knights sind ebenfalls klasse. Die übrigen Songs fallen teils in die Kategorie zu oft gehörter Oldies, runden aber zusammen mit Schnipseln aus dem Dialog und einigen Teilen der Filmmusik das Ganze zu einem sehr gelungenen Soundtrack ab.

Amores Perros (2000)

Der Episodenfilm des Mexikaners Alejandro González Inárritu blies 2000 wie ein frischer Wind durch die Kinowelt. So ungewöhnlich der Schauplatz Mexiko City war, so anders war auch der Soundtrack. Die eigentliche Filmmusik stammt von Gustavo Santaolalla, dessen kurzen Instrumentalsequenzen sich mit einer bunten Mischung aus mexikanischen Pop und Hiphop, Salda und einem Song der Hollies abwechseln. Die zweite CD enthält Songs lateinamerikanischer Musiker (OK, Dover sind Spanier), die von dem mehrdeutigen Filmtitel („Hundeliebe“ oder „Hassliebe“) inspiriert wurden. Alles in allem sehr rund und stimmig, auch wenn es die meiste Zeit nicht rockt.

Ruths Top5 Movie Soundtracks

 Ruth

The Fountain (2006)

In Darren Aronofsky’s drittem Werk schaffte Clint Mansell in Kollaboration mit dem Kronos Quartet und Mogwai ein dem Film gebührendes Emotionskatapult, eine Kombination aus Klassik, gänsehautschaffenden Melodien und typischer Post-Rock-Dramatik. Die komplexe Handlung über Liebe, Tod und den Drang nach ewigem Leben führt in ein Spinnrad, das von Metaphern und wiederkehrenden Symbolen angetrieben und von ebensolcher Musik untermalt wird. Ich kenne wenige Filme, die cineastisch und musikalisch eine solch herzzerreißende Schönheit formen und dabei die Lehre über Tod und Verlust und deren Akzeptanz so glaubwürdig vermitteln.

The Big Lebowski (1998)

Man möchte so sein wie er, so leben wie er. Aber irgendwie schafft man es einfach nicht. Der Soundtrack gibt einem zumindest während 31 Tracks das Gefühl, der Coolness etwas näher zu kommen. Hauspantoffeln, ein zerlumpter Bademantel und El Duderinos Lieblingsgetränk könnten der Kifferhöhle noch etwas Gemütlichkeit verschaffen, sollt’s für den Perser nicht reichen. Wenn u.a. Bob Dylan, die Gipsy Kings und CCR ihre Klassiker loslassen, Mozart’s Requiem für kurzzeitige Ernsthaftigkeit sorgt, hin und wieder das Rollen der Bowlingkugel erklingt und Jacky Treehorn nach wie vor Objekte wie Frauen behandelt, dürfte die eigene Welt zumindest für diesen Moment in Ordnung sein.

Lost Highway (1997)

Ich liebe David Lynch. Der Mann kann machen was er will, ich liebe seine Kunst, seine Art einfachste Gegenstände ins perfekte Licht zu rücken, das Hirn zu überlasten und einem in absolute Planlosigkeit und Eigeninterpretationen ersticken zu lassen. Thematisch, filmisch und natürlich auch musikalisch gefiel mir Lost Highway immer schon am besten – letzterer Punkt überzeugt vor allem durch Präsenz meiner Lieblingsmusiker: David Bowie, Trent Reznor, Lou Reed, Angelo Badalamenti. Und alle umgibt dieses geheimnisvolle Eigenbrötlerische sowie die Affinität für Surrealismus und ständige Verwandlung, so wie sie auch im Film veranschaulicht wird.

The Crow (1994)

Weder Brandon Lee, der während den Dreharbeiten verstarb, noch seine Kollegen hätten sich je gedacht, welch Kultfilm hier entstehen würde. Mindestens genauso düster und mysteriös ist auch der Soundtrack ausgefallen: New Wave, Crossover und Industrial fördern Lee’s Rachefeldzug, lüsterner Alternative Rock wie z.B. Stone Temple Pilots‘ Big Empty erinnern an seine ebenso tote Filmgeliebte der dieser ganze Meuchelspaß auch gelten soll. Rollins Band verpassen dem Trübsinn mal ein blaues Auge und einen Klaps auf den Allerwertesten, bei Pantera gibt’s gleich einen ganzen Tritt. Für schwarz-humoristische Unterhaltung ist somit während und abseits des Films bestens gesorgt.

Once Upon A Time In The West (1968)

Filmmusik dient nicht nur als Geräuschkulisse, nein sie fungiert vor allem als Spannungssteigerer, Gefühlsübermittler und Botschafter zukünftiger Geschehnisse. Ennio Morricone ist ein Meister diese Epen zu komponieren, Regisseur Sergio Leone war ein Meister diese gezielt in Szene zu setzen. In seinem fulminanten Westernstreifen von 1968 ist vor allem beklemmende Stille Herrscher der tristen amerikanischen Prärie, ehe diese eine besondere Melodie erklingt die sich einem bis ins Knochenmark fräst und schließlich Charles Bronson als namenloser Rächer hervortreten lässt. Ein Film, der ohne seine Musik niemals so furchteinflößend, kaltblütig und majestätisch wäre.

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German/deutsch – Click

Surely, you are a lot like us, and besides the music you also like the motion pictures and cinema. The link between film and music is the soundtrack. It makes the film to what it is. Whether the highlight of a chase-scene is scored with a crescendo, epic landscapes are accompanied with a monumental orchestra or we say goodbye with a sad melody to the death of our protagonist, without music this all wouldn’t even be half as good.

Just think about such classics as Psycho, Star Wars, Saturday Night Fever, This Is Spinal Tap or Tarantinos and Kubricks complete OSTs. You could go on forever with this list. Let’s just do exactly this:

Which one is your „Best Movie Soundtrack“?

Here the favorite Soundtracks of our Teams – Top 5

Tims Top5 Movie Soundtracks

 Tim

Oldboy OST (2003)

The film is expected to be known by every wanna-be cineasts. The epic revenge story by Korean outstanding talent Park Chan Wook convinces with great actors, intense scenes of violence and use of a joyful story, spiced with love, drama and of course a great soundtrack. Responsible for this was Yeong-Wook Jo. I listen to the soundtrack at least as often as I watch the film.

Suspiria OST (1977)

The most well-known film by the genius of horror genre, Dario Argento. Again, besides the great movie colors and camera settings, the soundtrack is it what makes the movie so atmospheric. The already evolved to cult band Goblin was responsible for the OST and the striking title track. Among others, they also did: Dawn of the Dead and Tenebre.

Rocky Horror Picture Show (1975)

You really don’t need to waste any more words on this basically. Cult soundtrack to the cult movie to the cult musical. Great grotesque cinema with sex and some drugs, but much more rock ’n roll. Hightlights are certainly classics like Sweet Transvestite, I Can Make You a Man and of course The Time Warp.

Spun OST (2002)

Still an insider’s tip. Spun is a fucked up drug movie, with interesting editing, animation sequences, a great cast and Debbie Harry of Blondie! About half of the score is composed by Billy Corgan of the Smashing Pumpkins under the name Zwan. Beautiful. Great! Really.

Room 237 OST (2012)

Room 237 is a documentary about different interpretations and conspiracy theories about Stanley Kubrick’s The Shining. Amusing, amazing and a must for movie nerds. Musically the composer Jonathan Snipes and William Hutson orient appropriately strong at the sound by the above-mentioned band Goblin.

Muckes Top5 Movie Soundtracks

 Mucke

Dawn Of The Dead (1978)

A soundtrack-Top-5 without Goblin is unthinkable. Next to „Suspiria“ „Dawn of The Dead“ is the best work by this Italian band. The mixture of prog- and hardrock catches the mood of the movie perfectly. „Night of The Living Dead“ was in black and white and minimalistic. With „Dawn of The Dead“ director George A. Romero presented a loud and blood-red criticism of consumer-culture which – despite all the undertones – was a gripping horror movie first and all.

Angel Heart (1987)

Sure, as a movie „Angel Heart“ did not age well. The advertising aesthetic oft the 80s (ventilators casting shadows and all) feels very forced today. But the music by Trevor Jones and jazz-saxophonist Courtney Pine is as exquisitely depressing now as it was back then – a different kind of doom. Director Alan Parker said that Pine played his saxophones parts along to a screening of the movie and – if they would have let him – would have accompanied the complete movie like a silent movie. Hence the flow of the music which is interspersed by some jazz- and blues-classics as well as some dialogue at the right places.

The Wire (2002-2008)

Over the last 15 years TV has become the new cinema. Right on top – yes, way ahead of „The Sopranos“, „Breaking Bad“ or „Game of Thrones“ – is „The Wire“. Complexe characters that are slowly developed and smart story lines that went on over several seasons – a movie often lacks the running time for going that deep. Although „The Wire“ is a crime-series it paints a multi-layered picture of Baltimore as a city. So multi-layered in fact, that the theme song „Down In A Hole“ by Tom Waits was interpreted by a different artist for each season. And that you’ll find Michael Franti next to Paul Weller, Solomon Burke next to the Pogues and Steve Earle next to the Neville Brothers.

National Lampoon’s Animal House (1978)

„Blues Brothers“ is lost to the masses by now but the soundtrack to “National Lampoon’s Animal“ (that director John Landis and John Belushi made earlier) is equally entertaining. Belushi only sings two songs (“Louie, Louie”, “Money – That’s What I Want”), but the songs by Otis Day And The Knights are great as well. Some of the other songs are too well-known oldies but together with some snippets of dialogue it all works as a very good soundtrack.

Amores Perros (2000)

This episode-movie by the Mexican director Alejandro González Inárritu was a breath of fresh air in the movie world of the year 2000. As unusual as Mexico City was as a setting as different was the soundtrack. The original score was by Gustavo Santaolalla whose short instrumental pieces are mixed with Mexican pop and hihop, Salsa and a song by the Hollies. The second CD features songs by Latinamerican musicians (OK, Dover are Spanish), that were inspired by the title of the movie (meaning either „Love of dogs“ or „Love-hate-relationship“). All in all a very consistent set of songs and music – despite the fact that its hardly rocking most oft the time.

Ruths Top5 Movie Soundtracks

 Ruth

The Fountain (2006)

In Darren Aronofsky’s third masterpiece Clint Mansell in collaboration with the Kronos Quartet and Mogwai managed a film fitting emotion-catapult, a combination of classical, goosepimping melodies and typical post-rock drama. The complex plot of love, death and desire for eternal life leads into a spinning wheel which is driven by metaphors and recurring symbols and accompanied by the same music. I only know a few movies that cinematically and musically form such a heartbreaking beauty and thereby mediate the teaching about death and loss and their acceptance so credibly.

The Big Lebowski (1998)

You want to be like him, to live like him. But somehow you cannot make it. At least the soundtrack gives you during 31 tracks the feeling to get the coolness a little closer. House slippers, a ragged robe and El Duderinos favorite drink could tie the stoner cave together, if it’s not enough for Persian carpet. When Bob Dylan, the Gipsy Kings and CCR release their classics, Mozart’s Requiem provides short-term seriousness, every now and then the rolling of the bowling ball is heard and Jacky Treehorn still treats objects like women: you know that your own world should be alright. At least for this moment.

Lost Highway (1997)

I love David Lynch. The man can do what he wants, I love his art, his way to present simplest objects in the proper light, to overload the brain and put you into absolute aimlessness and self-interpretations. Thematically, cinematically and of course musically I always liked Lost Highway the best – the latter point mainly convinces by presence of my favorite musicians: David Bowie, Trent Reznor, Lou Reed, Angelo Badalamenti. And all of them are surrounded by mysterious eccentricity as well as the affinity for surrealism and constant transformation, as it is perfectly illustrated in the film.

The Crow (1994)

Neither Brandon Lee, who died during the shooting, nor his colleagues had ever thought what a cult film would be created here. At least as dark and mysterious as the movie the soundtrack turned out: New Wave, Crossover and Industrial promote Lee’s revenge, lustful Alternative Rock such as Stone Temple Pilots‘ Big Empty reminds on his equally dead movie mistress. All this assassination fun is for her. Rollins Band gives the gloom a black eye and a bottom smack but Pantera kicks ass. Black-humorous entertainment during and off the film is well provided.

Once Upon A Time In The West (1968)

Film music not only serves as sound effect, no it acts primarily as a voltage booster, emotion- transmitter and ambassador for future events. Ennio Morricone is a grandmaster composing these epics, director Sergio Leone was a master to set the scene specifically. In his brilliant Western from 1968 stifling silence is the ruler of the forlorn American prairie before this special melody rings out that bores into the bone marrow. Finally Charles Bronson comes forward as a nameless avenger. A movie that had never been so frightening, majestic and coldblooded without his music.