Best Of – Best Opener

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Wir kennen alle haufenweise gute Alben und haben auch unsere Favoriten die sich in unsere Gehörgänge eingebrannt haben. Aber warum eigentlich? Was ist der Grund das wir sie so lieben? Also ein großer Grund dafür könnte natürlich der erste Song sein! Er erregte damals unsere Aufmerksamkeit und bereitet den Weg für ein großartiges Album. Wir fanden diesen Denkansatz ziemlich interessant und haben uns dazu entschieden, unsere besten Opener zu küren. Hier könnt ihr sehen, welche ersten Lieder uns umgehauen haben:
Welches ist euer „Bester Opener“?

Hier sind die Lieblings Opener des Teams – Top 5

Kevs Top5 Opener

Kev

Black Sabbath – Black Sabbath (Black Sabbath)

Mit diesem düsteren, harten und für damalige Verhältnisse verstörendem Song erschienen Black Sabbath am Freitag, den 13. Februar 1970 im Rampenlicht. Nichtsahnend das sie noch bis heute junge Bands aus Metal, Doom und Stonerrock stark beeinflussen würden. Beginnend mit Glockenschlägen und einem diabolischen Tritonus weisen Black Sabbath die Richtung weg vom farbenfrohen Hippiedasein, hin zu den Problemen in schmutzigen Arbeitervierteln. Eine neue Art der Rockmusik war geboren, und sie lebt heute mehr denn je! Grund genug für den Titel Bester Opener aller Zeiten!!!

Monster Magnet – Melt (God Says No)

Zarte 16 war ich, als ich endlich den Powertrip Nachfolger auf dem Heimweg von der Schule in den Disc-Man (!) legen konnte. Der einminütige ruhige Einstieg wurde lauter gedreht, bis mir die urplötzlich einsetzende Macht der ganzen Band die Kopfhörer vom Schädel reisst! Eine heftig groovende Riffwalze mit Eiern groß wie Medizinbälle drückte unaufhörlich auf mein Trommelfell. Ich glaub ich bin sogar mit offenem Mund auf der Straße stehen geblieben. Nach einem der besten Breaks der jüngeren Rockgeschichte gehts mit Gänsehaut in die 2. Runde! Für mich einer der besten Monster Magnet Songs aller Zeiten und auf jeden Fall ihr bester Opener!

Uriah Heep – Gypsy (Very ‚eavy..Very ‚humble)

1970 waren Namen wie Led Zeppelin, Deep Purple und Black Sabbath schon in aller Munde, als Uriah Heep ihr Debut veröffentlichten. Leider konnten sie nie ganz aus dem Schatten der drei anderen heraustreten, aber gerade mit Gypsy perfektionierten sie damals den heute so gefragten Sound der frühen 70er. Harte Gitarren duellieren sich ausschweifend mit der Hammond-Orgel, treibende Rhythmen und der melodische Gesang von David Byron (R.I.P.) zählen mit zu dem besten was diese Zeit zu bieten hatte!

QOTSA – You Think I Ain’t Worth A Dollar, But I Feel Like A Millionaire (Songs For The Deaf)

Ein Motor startet, ein Autoradio geht an, eine Fahrertür schließt sich. Willkommen auf einem der geilsten musikalischen Roadtrips durch die weiten Wüsten Südkaliforniens. Mit Songs For The Deaf haben QOTSA das beste Autofahr-Album aller Zeiten gemacht, und vorallem der energiegeladene erste Song spielt eine große Rolle. Die treibende Koproduktion von Josh Homme und Mario Lalli reisst einen vorallem wegen Nick Oliveris unverwechselbarer Stimme und dem treibenden Rhythmus mit. So ein Song macht Lust auf das was da noch kommt…

Orange Goblin – The Ballad Of Solomon Eagle (Healing Through Fire)

Nach einem kurzen Intro bricht einer der gewaltigsten Orange Goblin Songs überhaupt auf den Hörer ein. Mitten in die Fresse, zäh aber vorwärts drängend und mit einer heaviness die keinen Nackenwirbel auf dem anderen lässt. Dabei aber immer mit den richtigen Melodien und mit Ben Wards herrlich versoffener Stimme. Was für ein Brett! Ein geniales Riff reiht sich ans nächste, gegen Ende wird mit einem göttlichen Solo ausgegroovt und das Outro rüttelt einem noch mal ordentlich die Rübe durch!

Ruths Top5 Opener

Ruth

Pelican – Last Day Of Winter (The Fire in our Throats Will Beckon the Thaw)

Dieser Song ist nicht nur mein persönlicher Top-Opener, er trägt auch oberste Relevanz meiner allgegenwärtigen Lieblingsnummern. Ist es der sensible Aufbau, das perfekt akzentuierte Schlagzeug oder die Tatsache, dass sich hier kein Instrument in den Vordergrund drängt sondern in gemeinsamer Harmonie dieses Machtwerk antreibt? Ich weiß es nicht genau, aber wahrscheinlich sind es alle Komponenten zusammen. In dieser Nummer spiegeln sich viele alte und neue Gefühle und Lebenslagen wider ohne dass ein Ton gesagt oder gesungen wird. Last Day of Winter sind diese Momente – jahrelang her ohne von großer Bedeutung zu sein, aber ich erinnere mich an sie, weil ich zu jenem Zeitpunkt genau diesen Song gehört habe. Und ich verneige mich vor Pelican, dass sie mir eine so große Nummer geschenkt haben.

Ufomammut – Stigma (Idolum)

Kein Präludium ballert einem sowohl auf Platte als auch Live so intensiv das Haupt weg wie Stigma vom italienischen Trio Ufomammut. Hier bekommt man alles, wonach das doomige Herz und seine Stoner-Zellen dürsten. Vieler Worte bedarf es nicht, denn die verzerrten Stimmaktionen von Bassist Urlo fungieren eher als Folterungswerkzeug inmitten einer Druiden-Opfergabe. Nach 3,5 Minuten Aufwärmphase sollte sich dann ein jeder sein Genick aufgelockert haben, ehe der Wechsel von Mantra auf Brachialkollonne eintritt und automatisch Fäuste geballt werden. Dieses Album fordert und fordert, aber gibt umso mehr zurück (von den körperlichen Schmerzen mal abgesehen) und ein jeder sollte sich entsinnen, was für eine zeitlose Hymne Ufomammut mit Stigma geschaffen haben.

Black Sabbath – Black Sabbath (Black Sabbath)

„What is this that stands before me? Figure in black which points at me…“ unzähligen Exorzismus-Filmen kann man dieses Zitat zuordnen, machten sie den Antichristen immerhin zum festen Bestandteil schlafloser Nächte, doch Black Sabbath wiederum ließen ihn als Rockstar hochleben. Die musikalische Variante gefällt mir um einiges besser, verkörpert sie doch Black Sabbath‘s und vor allem Ozzy’s Hochphase, damalige Tabuthemen künstlerisch zu verifizieren und in Fleisch und Blut des Hörers übergehen zu lassen. Und wer die Wahl hat, kann entweder vor der Majestät der Opener und seinem nicht minder bösen Album davonrennen oder sich einfach seinem eigenen Beelzebub stellen.

Suma – Let The Churches Burn (Let The Churches Burn)

Ähnlich wie bei Ufomammut’s Stigma, schafft auch Let the Churches Burn vom gleichnamigen Album des schwedischen Quartetts eine hymnische Atmosphäre, deren Theatralik und Boshaftigkeit an wenige andere Doom-Metal-Bands herankommen. Suma umgaben immer schon Düsterheit, apokalyptische Diabolik und befremdende Mystik – aber genau das lenkte ihr Album und ihre ganze Präsenz in ein besonderes Licht. Vor wenigen Jahren trennte sich die Band von ihrem Sänger und die besondere Verrücktheit und das Voodoo-Feeling, das so herrlich ungeniert vermittelt wurden, fehlen nun leider. Suma „normalisierten“ sich seither, nahmen an musikalischer Qualität jedoch nicht ab, die Besonderheiten vermisst man jedoch manchmal. Ein Opener und ein Album zum nostalgischen Schwelgen sozusagen.

Boris – Farewell (Pink)

Boris. Schwieriges Thema. Aber vorweg sei gesagt, dass Pink für mich ein Top 10-Album darstellt und zum Zeitpunkt seines Releases das Portal der Stoner-Szene besondere weit geöffnet wurde und Einlass in viele alte und junge Bands gewährte, auch wenn Boris selbst nie wirklich in diese Kategorie fielen (falls sie überhaupt irgendeiner Kategorie angehören). Farewell beschreibt in vielerlei Hinsicht, was danach auf den Hörer zukommt. Verzerrtes Gitarrenspiel (oh Wata…), verträumter Gesang, Gongschläge, Wah-Wahs und ein poppiger Effekt-Regenbogen im Schredder-Mantel. Das ist Noise-Punk-Doom-Stoner-Metal-irgendwas aber so koordiniert, dass einem immerzu die Spucke wegbleibt.

Flos Top5 Opener

Flo

Truckfighters – Desert Cruiser (Gravity X)

Bambambambam dududu dududu. Und bitte!
Dieser Song ist ein Evergreen. Ich kann ihn immer hören, egal wann, egal wo. Automatisch reißt er mich auch zum aber tausendsten mal in seinen Bann, lässt mich immer und immer wieder die Repeattaste drücken. Desert Cruiser ist nicht nur ein guter Opener, nicht nur ein guter Song, es ist eine Hymne!

My Sleeping Karma – Ahisma (Satya)

Ahimsa ist ein Wunderwerk für sich. Sobald auch nur die erste Seite gezupft ist, versetzt sich mein Körper in einen tranceartigen Zustand, bringt mich dazu, auch an den stressigsten Tagen Glück und Freude zu versprühen und mich gleichzeitig abheben, als auch auf den Boden zurück kehren zu lassen.

QOTSA – You Think I Ain’t Worth A Dollar, But I Feel Like A Millionaire (Songs For The Deaf)

Tür zu, Radio an: K L O N, Los Angeles, Klon radio: „
We play the songs that sound more like everyone else
. Than anyone else. Hey alright, it’s Kip Casper Klon radio, L.A.’s infinite repeat.
How we feeling out there? How’s your drive time commute?
I need a saga, what’s the saga?
It’s songs for the deaf, you can’t even hear it!“

Mehr muss ich dazu nicht sagen.

Brant Bjork and the Bros – Turn Your Self On (Somera Sol)

Wer kennt es nicht? Ein lausiger, dunkler, verregneter  Herbstmorgen. Dein Wecker klingelt 6:20, du musst aufstehen. Dein kompletter Körper schleift sich mit Kippe im Mund zur Kaffeemaschine und dann zum Rechner. Das Lied ertönt und plötzlich hat dieser Tag einen Sinn. Du kannst lächeln, hüpfen, lachen – ja selbst die Arbeit macht Spaß. Turn Your Self On ist die Wunderwaffe gegen Augenfalten!

Mars Red Sky – Strong Reflestion (Mars Red Sky)

Ein kurzer Moment der Weile und BAM! Aus dem nichts steht einem so ziemlich alles Unüberwindbare gegenüber. Festungen, Berge, Wände. Bei angemessener Lautstärke wackelt auch gern so manches Glas im Regal. Strong Reflection ist tiefer als alles je dagewesene und dabei doch so ausgefeilt. Ein Traum!

Muckes Top5 Opener

Mucke

Deep Purple – Highway Star (Machine Head)

Die Blaupause für alle Opener. Bei diesem Song stimmt einfach alles: Der Einstieg, der Refrain, dieser Widerwille, aufzuhören. Frei nach dem Motto: „Wir wissen, dass der Song klasse ist. Also bauen wir nicht nur ein Gitarrensolo ein, sondern auch ein Orgelsolo und ein paar Breaks, die belegen wie unglaublich genau auf den Punkt wir spielen.“ Großartig und zeitlos.

Kyuss – Gardenia (Welcome To Sky Valley)

1994 versackten wir noch gerne mal auch unter der Woche, an diesem Abend in einer Wohnung im 11. Stock mitten in Hamburg-Altona. Irgendjemand hatte Welcome To Sky Valley dabei und wir spielten Gardenia in einer Lautstärke, die der späten Stunde in keiner Weise angemessen war. Während wir noch mit offenen Mund dem letzten „Motherfucker“ lauschten, das Garcia ausspukte, klingelte es Sturm und eine reichlich angenervte Frau aus einer Wohnung mehrere Stockwerke weiter unten fragte, ob wir noch ganz dicht seien? Noch mal sorry, aber an dem Abend musste das so laut sein, und nie klang „Gardenia“ besser.

The Flaming Lips – Race For The Prize (The Soft Bulletin)

Nicht umsonst starten die Flamings Lips seit Jahren ihre Konzerte mit diesem Song. Race For The Prize ist perfekt als Opener, eingängig und druckvoll, aufmunternd und leicht melancholisch zugleich. Für die Band eröffnete das Album The Soft Bulletin neue Publikumsschichten (der eher zufällige Quasi-Hit She Don’t Use Jelly ein paar Jahre zuvor war schon fast wieder in Vergessenheit geraten) und der furiose Einstieg mit Race For The Prize spielte dabei sicher ein wichtige Rolle.

The Soundtrack Of Our Lives – Infra Riot (Behind The Music)

Ein treibender Rhythmus, der einen gleich aufhorchen lässt. Auf ihrem dritten Album setzten die Schweden von The Soundtrack Of Our Lives gleich mit dem ersten Song ein Zeichen. Infra Riot ist ausgefeilt arrangiert und rockt trotzdem wie Hölle. Dass mit Sister Surround gleich ein ähnlicher guter Song folgte, machte das Vergnügen nur umso größer.

Faith No More – From Out Of Nowhere (The Real Thing)

Der Song, der die 80er mit einem Knall beendete und die 90er einläutete. Im Rückblick vergisst man oft, dass Nevermind erst im September 91 rauskam. Faith No More hatten mit We Care A Lot schon ein erstes Zeichen gesetzt, doch mit From Out Of Nowhere legten sie 1989 die Latte noch etwas höher – und führten den neuen Sänger Mike Patton ein. Ein Meilenstein, der sämtliche Genre-Klischees des Jahrzehnts über den Haufen schmiss.

Frans Top5 Opener

Fran

Budgie – In For The Kill (In For The Kill)

Mitte der 70er durften Budgie schon auf eine ziemlich erfolreiche Karriere zurückblicken, die drei wegweisende Platten für den Heavy Metal hervorgebracht hat. Musikalisch verabschiedeten sie sich jedoch auf In for the kill weitegend vom 12-Takte Bluesgeplänkel, ohne ihren Platz im Dunstkreis von Kollegen wie Black Sabbath und Rush zu verlieren. Der gleichnahmige Opener ihres vierten Studioalbums hat mir beim ersten Hören sofort klar gemacht: Diese Band wird die Liebe deines Lebens! Das Intro zum Stück gestaltet sich aus ein paar Gitarrenbendings auf schwindelerregende Höhen, die einem schon in den ersten zehn Sekunden die Suppe im Mund zusammenlaufen lassen. Kommen dann nach Tony Bourge’s Einsatz im Mainriff auch noch Burke’s Basslinie und Budgie-typisch die Percussionsektion ins Spiel, ist es ganz aus! Auf 6:32min (hey, wir befinden uns im Zeitalter des Prog!) presst sich die Quintessenz der Band und diese lässt keine Frage offen, warum es etwa fünf Jahre später die New Wave of British Heavy Metal gab!

BigBang – One of a Kind (Frontside Rock’n’Roll)

BigBang Theory oder was?! Naja, eine Theorie zu dieser Band habe ich schon, ja. Wer glaubt, dass die skandinavische Retrorockwelle erst mit Witchcraft’s Debutscheibe 2004 ihren ersten Meilenstein erfahren hat, den muss ich hiermit leider enttäuschen. Zugegeben: Auch ich hab nicht gewusst, wie lang man sich im Norden schon nach einer Zeitmaschine sehnt. Auf ihrer vierten (!) Platte 2001 legen BigBang mit One of a Kind ein Feuerwerk der elektromechanischen Hammondisgnale an den Tag. Man fragt sich: Waren die 70er dort überhaupt jemals vorbei? Zum ersten Mal hörte ich den Song ganz unorthodox auf Empfehlung eines Freundes und wollte anfänglich garnicht zugeben, wie unfassbar gut ich ihn fand. BigBang hatten mich mit der Nummer schon beim Drei-Akkorde-Orgel-Intro, welches in seinen Grundzügen den ganzen Song durch Sound und Rhythmus formt und Eingängige Riffs mit mehrstimmigem Gesang und superkitschiger Message zu einem markerschütternden Ganzen zusammenbringt. Großartig!

Ozzy – Miracle Man (No rest for the wicked)

19 Jahr, blondes Haar… und ständig diese pinch harmonics! Klar, es geht um Zakk Wylde, der 1988 als junges Bübchen einen Karrierestart neben Ozzy Osbourne verzeichnen durfte. Ihm haben wir auch die Riffgewalt im Opener zu Ozzy’s fünten Soloalbum No Rest for the Wicked zu verdanken und das wird gleich klar, wenn man die Scheibe auflegt. In guter alter 80er-Manier wird hier auf nichts verzichtet- weder auf Haarspray und Glitzer, noch auf Effektspielerei. Überladener Sound, fetter Hall auf den Drums, und überall, wo noch eine Achtel-Zählzeit Platz ist, baut unser Jüngling Zakk Wylde eine seiner Obertongeschwängerten Dudeleien ein. Und trotzdem, oder gerade deswegen, rollt Miracle Man beim Auflegen der Platte direkt wie eine Dampfwalze über die Ohren und gehört in meine persönliche Liste der Top 5 Album Opener of all time in the universe!

Pentagram – Forever My Queen (Last Daze Here)

1973. Die Musikwelt schwebt im Nebel aus Folk-, Blues- und Psychedelicrock auf der Schwelle zum Glam- und Progrockzeitalter. Deep Purple, Led Zep und wie sie alle heißen, thronen im Rockolymp und von Doommetal ist in 15 Jahren vielleicht das erste Mal die Rede. Just zu diesem Zeitpunkt formiert sich in Virginia, USA eine der wichtigsten Bands des Doommetal-Genres: Pentagram. Wenn man bei der lange Zeit „unentdeckten“ Band überhaupt von Erfolg sprechen kann, so stellte sich dieser erstmals in den 80ern ein, obwohl die Band seit Beginn der 70er aktiv ist. 2006 gräbt ein Team von wildgewordenen Pentagram-Fans alte Demoaufnahmen der Band zusammen und bringt sie unter dem Namen Last Daze Here auf den Markt. Der Opener dürfte dem gestandenen Pentagram-Freund bereits aus den 90ern bekannt sein, kommt aber hier in usprünglicher Form und im zeittypischen 70er-Gewand daher. Demoatmosphäre inklusive. Nichts als furztrockener Sound, verführerische, fast schon orientalisch anmutende Riffs, eine klagende, wohlgleich fordernde Stimme und dicke Rhythmusarbeit lassen bei mir die Frage aufwerfen: Warum in Gottes Namen, sitzt diese Band nicht selbst seit 30 Jahren im Rockolymp?

Krokodil – Marzipan (Getting Up For The Morning)

Die Schweizer waren ja schon immer eine Spezies für sich. Bester Beweis: Krokodil. Seit den späten 60ern aktiv, hat es mir der Opener zu ihrem fünften Studioalbum besonders angetan. Marzipan heißt das gute Stück, feuert aber unter’m Arsch und im Gehörgang wie Chili! Das Ding klappt mit dem dicken Gitarrenriff, was den Hörer schier die ganze Tonleiter hoch- und runterschleift, direkt in der ersten Sekunde scharfkantig auf wie ein Taschenmesser in der Unterhose. Begleitet wird die Saitenakrobatik von einer schneidigen Mundharmonika, die ihr eigenes Soloplätzchen im psychedelischen Hardrockgesiff findet. Schweizer Präzision lässt Grüßen, denn anders als ihre Zeitgenossen, vedaudeln Krokodil ihre sechs Minuten Marzipan nicht mit nebulösen Trancesequenzen, sondern liefern mit einen dicken, abwechslungsreichen Hardrock-Epos ab! Wer hat’s erfunden…?

English



German/deutsch – Click

We all know some great albums and have our favourites that are burnt in our brains. But why? What’s the reason we love them? Well, one big reason may be the first song. It gained our attention and set the stage for a great record. We found this train of thoughts very interesting and decided to choose our best openers. Here you can see which first songs blew us away:
Which one is your „Best Opener“?

Here the favorite Opener of our Teams – Top 5

Kevs Top5 Opener

Kev

Black Sabbath – Black Sabbath (Black Sabbath)

With this dark, hard and for that times disturbing song, Black Sabbath appeared on Friday the 13th February 1970 in the spotlight. Unsuspecting that they would influence young metal, doom and stoner bands til today. Starting with church bells and a diabolical tritone, Black Sabbath setted the direction away from the colorful hippie existence, towards the problems in dirty working-class neighborhoods. A new kind of rock music was born and it’s more alive than ever! This is reason enough for the title of best opener of all time!

Monster Magnet – Melt (God Says No)

I was sweet 16 when I was finally able to put the „Powertrip“ sequel in the discman (!) on my way home from school. The first minute of quiet entry I continously turned up the volume, until the mighty power of the whole band rips the headphones from skull! A fiercely grooving riff-tornado with enormous balls pressed incessantly on my eardrums. I think I was even standing static on the street with my mouth open. After one of the best breaks in recent rock history you go in the second round with goose bumps! For me one of the best Monster Magnet songs of all time and definitely their best opener!

Uriah Heep – Gypsy (Very ‚eavy..Very ‚humble)

As Uriah Heep released their debut back in 1970, names like Led Zeppelin, Deep Purple and Black Sabbath were already on everyone’s lips. Unfortunately, they were never able to emerge completely from the shadow of the other three. But especially with Gypsy, they perfected the sound of the early 70s, which is so popular today. Heavy guitars are duelling excessive with the Hammond organ, driving rhythms and the melodic vocals of David Byron (R.I.P.) figure among the best which had this time to offer!

QOTSA – You Think I Ain’t Worth A Dollar, But I Feel Like A Millionaire (Songs For The Deaf)

An engine starts, a car radio comes on, a driver’s door closes. Welcome to one of the hottest musical road trips through the vast deserts of Southern California. With Songs For The Deaf, QOTSA have made the best car driving album of all time, and especially the energetic first song plays a major role. The impulsive coproduction by Josh Homme and Mario Lalli attacks mainly because Nick Oliveris distinctive voice and the driving rhythm. Such a song makes you wanna see what’s more to come…

Orange Goblin – The Ballad Of Solomon Eagle (Healing Through Fire)

After a short intro, one of the most powerful Orange Goblin songs ever is going to blow your mind. Straight in your face, tough but urgently pushing forward and with a heaviness that leaves no neck vertebra on the other. But always with the right melodies and with Ben Ward’s powerful voice. What a stunner! Ingenious riffs directly side by side, towards the end it get’s groovy with a divine solo and the outro makes you unavoidable bang your head!

Ruths Top5 Opener

Ruth

Pelican – Last Day Of Winter (The Fire in our Throats Will Beckon the Thaw)

This track is not only my personal top opener, it also bears ultimate relevance of my all-time-favorite songs. Is it the sensitive structure, the perfectly accented drums or the fact that no instrument pushes itself to the fore but drives this masterpiece in a common harmony? I don’t know exactly but it’s probably all the components together. This song reflects many old and new feelings and situations without a sound is said or sung. Last Day of Winter are these moments – many years ago without of great importance but I remember them because I’ve listened to this song at that time. And I bow to Pelican that they have given me such a great song.

Ufomammut – Stigma (Idolum)

No prelude both on record and performed live blows off your head as intensely as Stigma from the Italian trio Ufomammut. Here you get everything that the heart and its doomy stoner-cells thirsts for. No need to many words because the distorted vocal actions of bassist Urlo act more as a torture tool among a druid sacrifice. After 3.5 minutes warm-up period every man’s neck should have been loosened up before it changes from mantra to brachial-colony and fists get clenched automatically. This album demands and demands but gives you so much back again (aside from the physical pain) and everyone should remember what kind of timeless anthem Ufomammut created with Stigma.

Black Sabbath – Black Sabbath (Black Sabbath)

„What is this did stands before me? Figure in black which points at me…“countless exorcism films can be assigned to this quote, after all it made the Antichrist an integral part of sleepless nights but Black Sabbath in turn celebrates him as a Rock Star. I like the musical version a lot better ‘cause it embodies Black Sabbath’s and especially Ozzy’s heyday, verifying then-taboo subjects artistically and makes it pass over into the flesh and blood of the listener. And who has the choice may run away from the majesty of the openers and his equally evil album or simply faces up to his own Beelzebub.

Suma – Let The Churches Burn (Let The Churches Burn)

Similar to Ufomammut’s Stigma, Let the Churches Burn from the self-titled album of the Swedish quartet also creates a hymn-like atmosphere, its theatric and malevolence hardly get close to other doom metal bands. Suma always got surrounded by gloom, apocalyptic malice and strange mysticism – but that’s what drives the album and their entire presence into a very special light. A few years ago the band split from its singer and the special madness and voodoo-feeling, which were so wonderfully unabashed is now lacking. Suma „normalized“ since then, didn’t decrease in musical quality but the specifics are missing a bit. So to speak Let the Churches burn presents an opener and an album for nostalgic indulgence.

Boris – Farewell (Pink)

Boris. A difficult one. But beforehand I gotta tell you that Pink is a Top 10 album and at the time of its release, the portal of the Stoner scene was especially wide opened and granted admission to enter many old and young bands, even if Boris themselves never really fell into this category (if they belong to any category at all). Farewell describes in many ways what is then to be expected. Distorted guitar (oh Wata …), dreamy vocals, gongs, wah-wahs and a pop effect- rainbow in a shredder coat. This is Noise-Punk-Doom-Stoner-Metal-anything but so well coordinated that it’s just jaw-dropping.

Flos Top5 Opener

Flo

Truckfighters – Desert Cruiser (Gravity X)

Bambambambam dududu dududu. And here we go!
This song is an evergreen. I can always hear him, no matter when or where. It casts a spell over me, even the thousandth time I hear it. It makes me push the repeat button over and over again. Desert Cruiser is not just a good opener, not just a good song, it’s an anthem!

My Sleeping Karma – Ahisma (Satya)

Ahimsa is a marvel in itself. Once only the first string is plucked, I’m falling in a kind of trance that makes me feel joy and happiness even on the most stressful days. It makes me fly and get back to the ground at the same time!

QOTSA – You Think I Ain’t Worth A Dollar, But I Feel Like A Millionaire (Songs For The Deaf)

A door closes, a radio turns on: „CLONE , Los Angeles, clone radio . We play the songs did sound more like everyone else Than anyone else. – Hey alright, it’s Kip Casper clone radio, LA’s infinite repeat. How we feeling out there? How’s your drive time commute? I need a saga, what’s the saga? It’s songs for the deaf, you can not even hear it!“

All I need to say.

Brant Bjork and the Bros – Turn Your Self On (Somera Sol)

You all know the feeling: A lousy, dark, rainy autumn morning. Your alarm clock goes off 6:20, you have to get up. Your entire body grinds with ciggy in the mouth to the coffee brewer and then to the computer. You play this song and suddenly this day has a purpose. You can smile, jump, laugh – even work seems fun. Turn Your Self On is the silver bullet against eye circles!

Mars Red Sky – Strong Reflestion (Mars Red Sky)

A short moment of calmness and BAM! Out of nowhere you are confronted with pretty everything insurmountable. Forts, mountains, walls. At reasonable volumes also some glasses may shake in your shelf. Strong Reflection is deeper than anything ever seen before and yet so sophisticated. A dream coming true!

Muckes Top5 Opener

Mucke

Deep Purple – Highway Star (Machine Head)

The blueprint for all opening-songs. Every little piece fits: the intro, the chorus, the reluctance to stop, as if the band were saying: “We know this song is ace, so we are not only doing a guitar solo but add an organ-solo as well. And a few breaks to show off how unbelievably tight we are as a band.” Brilliant and timeless.

Kyuss – Gardenia (Welcome To Sky Valley)

Back in 1994 it was not unusual for us to party during the week, on this occasion in an apartment on the 12th floor in Hamburg-Altona. Somebody brought “Welcome To Sky Valley” along and we blasted “Gardenia” at a volume that was totally inappropriate at this hour. While we were still listening to the last “Motherfucker” that Garcia spat out with our jaws dropped, somebody was beating furiously at the door. It was a woman from an apartment two floors below, totally pissed off and yelling at us if we were totally out of our minds? Sorry again but on that night that volume was somehow necessary and “Gardenia” never sounded better.

The Flaming Lips – Race For The Prize (The Soft Bulletin)

It’s not without reason that the Flaming Lips start their shows with this song for years now. “Race For The Prize” is the perfect opening number, up-tempo and catchy, uplifting and slighty melancholic at the same time. The album “The Soft Bulletin” made the band accessible to a whole new audience (the rather incidental semi-hit “She Don’t Use Jelly” was almost forgotten by then) and the furious entrance with “Race For The Prize” played is partially responsible for that.

The Soundtrack Of Our Lives – Infra Riot (Behind The Music)

A driving beat one cannot ignore. The Swedes of The Soundtrack of Our Lives start their third album in the right fashion. “Infra Riot” has a sophisticated arrangement but still rocks like hell. That an equally good song follows with “Sister Surround” makes the delight even bigger.

Faith No More – From Out Of Nowhere (The Real Thing)

The song that ended the 80s with a bang and heralded the 90s. In retrospect most people forget that “Nevermind” wasn’t released until September ’91. Faith No More had left a first impact with “We Care A Lot”, but they raised the bar even higher in 1989 with “From Out Of Nowhere” – and introduced new singer Mike Patton to the world. A milestone that got rid of almost every genre-cliché of the decade.

Frans Top5 Opener

Fran

Budgie – In For The Kill (In For The Kill)

In the mid-seventies Budgie could look back on a quite successful career, that brought out three ground-breaking heavy metal records. On „In for the kill“ they widely say good bye to 12-bar-blues games, without leaving their position between collegues like Rush and Blak Sabbath. The eponymic opener of their fourth studio album, showed me right at the first listen: This band’s gonna be the love of your life! The intro of the song consists of nothing more than some guitarbending on heady heights, that will wtaer your mouth withing the first few seconds. When Tony Bourge’s main Riff and Burke’s bass line comes in as well as the (typically Budgie!) percussion group, you’re gonna get pushed over the edge! On 6:32 minutes one gets the quintessential music of budgie that leaves no question why there was the NwoBHM about five years later!

BigBang – One of a Kind (Frontside Rock’n’Roll)

BigBang theory, or what? Well. I’ve got my own theory about this band… I have to disappoint all of you, who thought the scandinavian retro-rock wave has had its first milestone with witchcraft’s debut record in 2004. To be honest: I had no clue myself, how long people in the north wish to have built a time machine. On their fourth (!!!) record in 2001 Big Bang show up with some high voltage electromechanic hammond signals on their opener „One of a Kind“. One may wonder: have the 70s ever been over up in the north? The first time I heard the song was quite a strange situation: A friend of mine recommended me this band and I didn’t want to admit that this stuff was brilliant! BigBang had me at their 3- chords-organ-intro, which builds up the basis of the whole piece. The band knows how to shape catchy riffs with polyphone vocals and super cheesy message to a beautiful, bone chilling whole! Amazing!

Ozzy – Miracle Man (No rest for the wicked)

Always these pinch harmonics. Sure- it’s about Zakk Wylde, who has had his kick start in his career next to Ozzy Osbourne in 1988 as a young greenhorn aged 19. It’s him, who we owe the riff thunder on Ozzy’s 5th solo album „No Rest for the Wicked“ to. This gets clear right at the first seconds of the opener „Miracle Man“. In the good ol‘ manner of the 80s nothing gets done without tons of hair spray and glitter and an overload of effects! Flamboyant sound, fat hall on the drums, and everywhere, where there is space for an eighth note, Zakk puts in some of his overtone fiddlings. Nevertheless, or maybe that’s why „Miracle Man“ comes over you like a steamroller!

Pentagram – Forever My Queen (Last Daze Here)

1973. The universe of music floats in a fog of folk-, blues- and psychedelicrock on the treshold to Glam- and Progrock. Deep Purple, Led Zep and all of them sit enthroned in Rock and Roll Olymp. Doom Metal is a term, that maybe is going to pop up 15 years later. Right at this point in time in Virginia, USA a young band is about to form up. A band, that is going to be one of the most important influences on Doom Metal: Pentagram. For a long time they have been undiscovered and if you ever want to talk about success, they may have had it in the 80s, even though the band has been active since the 70s. 2006 a group of psyched pentagram fans dig up some old Pentagram demos and release it under the name „Last Daze Here“. The opener may be familiar with hard core pentagram fans, as it has already been released in the 90s. This time it comes a long in his unpolished, rough, dry and very pure nature. Demo vibes inclusive! „Forever my Queen“ with its seductive, almost oriental riff work and the wailing vocals really lets you wonder: Why aren’t Pentagram sitting next to Black Sabbath in the Olymp of Rock?

Krokodil – Marzipan (Getting Up For The Morning)

The Swiss have always been a people of their own! Best proof: Krokodil. It’s the opener to their fifth album, that really caught me. „Marzipan“ is the title and it’s hotter than hell! The song pops up like a pocket knife in your underpants and the mainriff is going to take you up and down the whole scale! The acrobatics on the string is accompanied by a sharp harp, which has its own little (okay, very large!) solo in the psychedelic hardrock riff ball lightning. Krokodil keep off nebulous trance sequences, other than some of their temporaries and deliver us a varying rock epos. Swiss precision is unstopable!