Buddha Sentenza – Mode 0909

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Instrumentaler „South-Western-Lower-Valley-Rock“ aus Heidelberg

Mode 0909

Buddha Sentenza

Eine interessante Mischung haben die 5 Heidelberger da mit ihrem Debutalbum zusammengebraut. Auf dem bereits 2009 erschienen Album findet man so ziemlich alles, was auf unserem Portal anklang findet. Spacerockige Weltraumklänge mit Synthies und haufenweise Effekten untermalt, treibende Rocknummern, die kurz und knackig gehalten werden, experimentelles Jamming und so weiter und so fort.

Das Album wurde ohne viel Geplänkel an einem Tag aufgenommen und das Improvisationsfeeling zieht sich eigentlich durch die ganze Platte. Das kann man jetzt als Semi-Professionell bezeichnen, aber eben auch als sehr sympathisch. Musikalisch wird, wie gesagt, sehr viel (wenn auch nicht immer perfekt) geboten und den fehlenden Gesang vermisst man zu keiner Zeit.

Der Opener Black Coal Funeral zum Beispiel, ist eine eher ruhige, sich nur langsam steigende Psychedelicnummer, mit schönen Melodien. White Crystal Party ein 2-minütiger Up-Tempo-Rocker vom Feinsten. Die Abwechslung scheint Grenzen los. Bei Saturn treffen Slow-Motion Stoner Riffs auf eine ausgefeilte und schön jammige Leadgitarre. Noise From The Death Factory hingegen macht mit einem Honky-Tonk Piano gute Laune. Aber der Song Kehakeeltekool setzt dem ganzen die Krone auf, so ziemlich alle bisher beschriebenen Sounds treffen aufeinander… inklusive Hammond-Orgel, abgefahrene Synthesizer-Sonds und was weiß ich noch alles. Das schüttelt einem ganz schön die Rübe durch, vielleicht etwas zu viel des guten?! Geschmackssache!
Genauso wie die Produktion, die meiner Meinung nach noch eine Ecke fetter hätte ausfallen können. Kritik auch am letzten Stück Ate Itself, mit dem ich einfach nicht warm geworden bin. Nach dem Intro, in dem es um den „perfect Song“ geht, wiederholt sich die Gitarre 4 min lang fast identisch zu Walgesang-ähnlichen klängen. Wieder mal Geschmackssache.

Aber im Großen und Ganzen kann das Quintett mit seiner Arbeit durchaus zufrieden sein! Ein nicht alltägliches Album ist ihnen auf jeden Fall gelungen. Abwechslungsreich, sympathisch und durchaus mit Zukunftspotenzial. Auf der Buddha Sentenza Homepage gibts das Album in voller Länge als Download. Wer die Band aber auch finanziell unterstützen will, worum ich bitten möchte damit sie uns erhalten bleiben, der kann auch das 2010er Re-Release mit einem Bonusvideo und zwei Livesongs käuflich erwerben. Das Originalalbum ist mittlerweile ausverkauft, was ja schon für sich spricht.

1. Black Coal Funeral
2. White Crystal Party
3. Ride With The Devil
4. Saturn
5. Noise From The Death Factory
6. Kehakeeltekool
7. Sexual Omega
8. Ate Itself

Laufzeit: 36 min

Anspieltipps: Sexual Omega, White Crystal Party, Noise From The Death Factory

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7.0

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