Burden – A Hole in the Shell

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A Hole in the Shell

Burden

Einigen bekannt als Vorband von Kyuss Lives! und Soulfly, haben sich Burden bereits in viele Köpfe reingedroschen. Und das obwohl sie mit ersteren eine Ähnlichkeit haben wie eine Kaffeetasse und ein LKW. Doom und Sludge nennen sich die Verschachtelungen, in denen sich die 4 Jungs wohlfühlen.

Lang und tief atmen Bass und Gitarre ein und aus. Fast immer im Gleichschritt. Das Ergebnis ist verdammt tief und düster, oft langsam und schleppend, gern aber auch schnell. Man sollte sich auf jeden Fall mit Metal vertraut machen um diesem Album gewachsen zu sein, stellenweise erkennt man durchaus Parallelen zu Bands wie Disturbed, Avenged Sevenfold, oder auch Oomph! (zu guten Zeiten). Im Gegensatz zu den genannten Beispielen werden dem einfachen Kopfwackler jedoch Hürden in Form von Takt- Rhytmuswechseln in den Weg gelegt, was für einige wohl ein schweres Hindernis in ihrem gewohntem Flow darstellen kann, dem geübten Hörer aber durchaus große Freude bereitet. Und sowieso, dieses Album braucht Zeit. Einmaliges hören ist hier nicht drin. Man sollte es bis auf die letzte Faser aufknöpfen und wieder zusammenstricken. Wem das gelingt, der wird, auch wenn er des Genres sonst nicht mächtig ist, viel Spaß und vor allem starke Nackenschmerzen bekommen. Abgerundet wird das bunte Gefiedel durch ein (klassisch) schleppendes Schlagzeug und vor allem durch die fantastische Stimme von Sänger Thorsten. Vielfältig hoch 10, und in jeder Stimmlage souverän, ob ruhig, ob kreischend, im Duett oder mit Effekt, alles klingt faszinierend. Diese Stimme cremt mich ein!!!

Ebenfalls prägnant ist die herausragende Aufmachung des Silberlings. Wunderschönes Booklet und eine gigantische Soundqualität, die sich über 58 Minuten(!!!) erstreckt, hier wurde kein Cent gespart.

Verdammt heavy, aber mit Courage. So könnte man Burden beschreiben. Jederzeit gibt es Anlass zum Gelenke schütteln, jedoch wird zu keiner Zeit sinnlos drauf los gedroschen, was mir persönlich in diesen Genregefilden leider viel zu oft vorkommt. Vielmehr wird eine Metaloper zelebriert, die man sich durchaus auch Live mal ansehen sollte.

Großes Dankeschön noch einmal an die Band, welche das Review ermöglicht hat!

Cheers,
Flo(w)

1. Bless The Broken
2. Done With Denial
3. Black Room
4. Man Of No Account
5. About The Veil And The Wound
6. The Slug. The Drag. The Misery.
7. Stampede
8. Process (Into Nothing)
9. The Fool
10. Conflict (+ Hidden Track)

Laufzeit: 58 min

Anspieltipps: Bless the Broken, The Slug. The Drag. The Misery., The Fool

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