Coogans Bluff – Poncho Expressde en

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Stoner mit Trompete und ’ner Menge Groove

Poncho Express

Coogans Bluff

Angefangen mit rifforientiertem Stoner Rock haben sich die Rostocker schon längst so weit entwickelt, dass man sie nur in eine eigene, kleine Nische setzen kann. Wie man diese nennen sollte, weiß ich nicht. Jedenfall hat das Ganze immer Gefühl, Groove und ordentlich Power. Als bestes Beispiel dient dabei der Opener Beefheart. Kraftvolle, raue Vocals, die prägnante Trompete und ordentlich Rythmus-Energie machen den Song zum absoluten Highlight. Er erinnert mich etwas an Fatso Jetsons Orgy Porgy.

You And Me dagegen ist der wohl poppigste Song auf der Platte. Der könnte auch gut in den Charts laufen… obwohl wartet, was Gutes läuft da ja nicht. Der Song macht Spaß und bleibt hängen. Vor Augen habe ich dabei eine herumspringende Menge, die zum Takt der Musik abgeht.

Die Songs werden immer wieder von clever gesetzten Bridges und Jam-Parts durchbrochen. Augen-Zu-Momente reihen sich somit mit absoluten Durchdreh-Stellen ein. Das Ganze funktioniert so gut, dass die dreißig Minuten viel zu schnell vorbei gehen. Wiederholtes Durchhören ist daher keine Option, sondern ein Muss.

Wenn ihr (mal wieder) erörtern müsst, um was es sich bei „Stoner Rock“ handelt, solltet ihr nicht zwanzig Kyuss Songs abspielen, sondern versuchen eine möglichst weite Spannbreite an verschiedenen Variationen des Stoner Rocks zu präsentieren. Coogans Bluff zeigen optimal, was man alles aus dem Staub trockenen Desert Rock der 90er zaubern kann, so dass man dazu passt und doch ganz anders ist.

Jedem zu empfehlen, der mal was anderes hören möchte.

1. Beefheart
2. The Dirt keeps The Funk
3. You And Me
4. Poncho Express
5. Afterwit Is Everybody’s Wit

Laufzeit: ca. 30 min

Anspieltipps: Beefheart, You And Me

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