Electric Moon – The Doomsday Machine

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Von kleinen Knallern und dem Ende-der-Welt-Maschinen

The Doomsday Machine

Electric Moon

Das Fünfte von insgesamt sechs full-length Releases des Trios (Dave aka. Sula Bassana, Komet Lulu und Alex) aus Fulda – und kein Ende ist in Sicht. Allein 2011 veröffentlichten Electric Moon drei Liveplatten und vier Alben, das letzte dieser vier, The Doomsday Machine, wurde Ende 2011 von Nasoni-Records released.

Es ist schon erstaunlich, wie Electric Moon es schaffen sich treu zu bleiben, sie klingen kein bisschen weniger psychedlisch als auf dem grandiosem Lunatics und doch ist das Album nur bedingt mit ihrem Debut zu vergleichen. Lunatics war ein psychedelisches Feuerwerk an Ruhe und Gelassenheit, während The Doomsday Machine ähnlich psychedelisch mit einem 20 min. Track beginnt, doch dieser ist nicht locker leicht, er erzeugt Unruhe, ist doomig angehaucht und gibt dem Album eine ganz klare Richtung vor, die auch in den nächsten Stücken wunderbar verfolgt wird. Gleich der nächste Track ist das beste Beispiel dafür: Kleiner Knaller heißt das Stück und der Name ist Programm. Für Electric Moonsche Verhältnisse ist es, mit knapp über fünf Minuten, ein doch sehr kurzes Stück, das dafür aber richtig abgeht. Man durchschwebt nicht nur die Sphären der Musik, wie in den letzten Alben – nein, hier ist Kopfnicken vorprogrammiert. Genau das ist es, was The Doomsday Machine so von den vorherigen, nicht unbedingt schlechteren, Platten so sehr abhebt, es ist mitreißend und doch spacig, es ist psychedelisch und doch ab und zu doomig. Nach dem Hören dieser Scheibe bekommt man definitiv Lust, die Drei live zu sehen.

Electric Moon haben hier einen richtigen Kracher auf Vinyl verewigt, den man auf keinen Fall verpassen sollte. Und wer sich so noch nicht dafür entscheiden konnte, den überzeugt vielleicht das 18-seitige handgemalte Booklet.
Prädikat: „besonders wertvoll“!

Tracklist:

1. Doomsday Machine
2. Kleiner Knaller
3. Spaceman
4. Stardust Service
5. Feigenmonolog

Laufzeit: ca. 78 min.

Anspieltipps: Kleiner Knaller, Feigenmonolog

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