Electro Baby – Speye

Die Karlsruher Band Electro Baby, die schon seit 2001 besteht, bringt jetzt mit Speye bereits ihr viertes Album an den Mann.
Dabei machen sich die selbsternannten „Stoner Metal Kings“ keine Sorgen um etwaige Genregrenzen oder Stereotypen und verschmelzen in ihren Songs Einflüsse aus Stoner, Metal, Psychedelic, Death, Doom, Alternative usw.

Das die Band im Laufe der Zeit an sich selbst gewachsen ist, erkennt man am gut ausgeklügelten Songwriting und dem cleveren Arrangement der einzelnen Stücke. Neben straighten Rockern (Let Me Rock, The Man With The Black Cat) bauen Titel wie Demon Eyes oder Traveller In Time erst nach und nach auf und legen an Spannung zu, bevor es dann richtig zur Sache geht. Teilweise bis hin zu Death-Growls von Frontmann „El Matador“ unterlegt von fies sägenden Riffs und wummernden Drums.

Desweiteren überzeugt die sehr gut gelungene Produktion des Albums, schön fett, knackig und alles andere als altbacken, was bei der derzeitigen Schwemme von Retro-Bands zur Abwechslung mal richtig gut tut.

Am Können der Musiker an sich gibt es nichts zu Zweifeln. Facettenreiche Vocals, groovige bis verspielte Basslinien, treibende Drums
und ein perfektes Zusammenspiel beider Gitarren lassen einem die Ohren schlackern und den Schädel bangen.

Bei ihrem wilden Ritt quer durchs musikalische Gemüsebeet streifen Electro Baby viele andere Bands wie Black Sabbath, Kyuss, Pantera, Monster Magnet und Motörhead, und das ziemlich zielsicher, kein Song auf der Platte fällt in irgend einer Weise ab, lediglich ein richtiger Hit will sich leider nicht herauskristallisieren.
Also wer keine Scheuklappen kennt und sich nicht auf eine Geschmacksrichtung festlegen, sondern liebe die Rock-Grillplatte auf der von allem etwas ist will, sollte sich das neue Werk der Karlsruher Stoner Metal Kings unbedingt zulegen.

1. The Arrival
2. The Man With The Black Cat
3. How Far
4. Demon Eyes
5. Home
6. She’s Hellfire
7. Traveller In Time
8. Let Me Rock
9. Children Of A New Believe
10. Love Me, Love My Dog
11. Dog
12. In The Shadows


Gesamtspielzeit: ca. 68min

erschienen auf: Eucalypdisc Records

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