Five Horse Johnson – The Taking Of Black Heartde en

Five Horse Johnson - Taking Of Black Heart

Die Stoner-Blues-Band zeigt sich nach sieben Jahren Pause in unveränderter Top-Form

The Taking Of Black Heart

Five Horse Johnson

Five Horse Johnson müsste mit solch etablierten Namen wie Jon Spencer Blues Explosion, den White Stripes oder den Black Keys in einem Atemzug genannt werden. So wie die hat sich die Band aus Toledo in Ohio dem ursprünglichen Blues-Sounds verschrieben, nur spielt sie ihn seit wesentlich schnörkellöser, bodenständiger und dadurch auch einfach besser als die erwähnten Kritikerlieblinge. Gemerkt haben das seit 1995 nur wenige, denn die Band hielt sich nicht lange mit Imagepflege auf, sondern tränkte die Bühnen obskurer Rockclubs mit einem Gemisch aus Bier und Schweiß während sie sich den Arsch abspielte.

Eine Bar-Band also, kompetent, aber ohne das gewisse Etwas? Mitnichten, denn Five Horse Johnson vermischte die Blues-Tradition stets mit einer Spur Punk und ein wenig Stoner Rock und kreierte so einen ganz eigenen Sound.

Kaum zu glauben, dass seit dem letzten Album „The Mystery Spot“ fast sieben Jahre vergangen sind. Umso willkommener ist „The Taking Of Blackheart“, einem Album, mit dem Five Horse Johnson das Rad natürlich nicht neu erfinden, aber auf dem sie weiter an ihrem ganz eigenen Sound arbeiten und ihn perfektioneren – ohne die Ecken und Kanten zu verlieren.

Unverwechselbare Kennzeichen gibt es so einige. Der Gesang und das Mundharmonikaspiel von Eric Oblander, die Gitarrenarbeit von Brad Coffin und Phil Dürr (ex-Big-Chief) und nicht zuletzt der unverwechselbare, immer leicht swingende Drumstil von Gast-Schlagzeuger Jean Paul Gaster, der zum zweiten Mal Urlaub von seinem Hauptjob bei Clutch nahm, um bei Five Horse Johnson mitzuspielen.
„The Job“ ist ein guter Einstieg, der mit einigen verhallten Gitarreneffekten beginnt, bevor die Rhythmusgruppe, Gitarren und die Mundharmonika einsetzten. Eindeutig Five Horse Johnson, aber auch nach sechs Alben keine Spur langweilig.

Die meisten Songs bewegen sich im Midtempo-Bereich, immer groovend, immer bluesig. „Black Heart Baby“ zieht das Tempo etwas an, „Die In The River“ drosselt es und ist mit dem Zusammenspiel von E-Gitarre und akustischer Slide-Gitarre das offensichtlichste Blues-Stück.

Die große Überraschung ist „You’re My Girl“. Hier glänzt Cheap-Trick-Sänger Robin Zander als Gast und zeigt seine rotzige Seite, während die Band eine gehörige Portion Funk einfließen lässt. Bei sechs Minuten Spiellänge bleibt auch den beiden Gitarristen und Eric Oblander mit seiner Mundharmonika Zeit zum Glänzen. So sehr, dass der Song auch ruhig noch ein paar Minuten länger hätte sein können.

Auf „The Taking Of Blackheart zeigt sich Five Horse Johnson gewohnt spielfreudig und es macht einfach Spass, der Band dabei zuhören.

1. The Job
2. Keep On Diggin‘
3. Black Heart Baby
4. Mexico
5. Beating In My Hand
6. Quick On The Trigger
7. Smash & Grab
8. Hangin‘ Tree
9. You’re My Girl
10. Shoot My Way Out
11. Die In The River

Laufzeit: 45:52 min

Anspieltipps: The Job, Black Heart Baby, You’re My Girl
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