Orcus Chylde – Orcus Chylde

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Wirklich ein Kind der Unterwelt?

Orcus Chylde

Orcus Chylde

Die Szene wächst und gedeiht!
Mit Orcus Chylde aus Aschaffenburg bringt eine weitere Band ein Debüt heraus, welches man in die Genre Stonerrock einsortieren kann. Formiert um den Sänger Tobias und dem Bassisten Dejan wurde als klares Ziel formuliert: Wir machen Musik der 70er Jahre.
Beim Anspielen die Platte spürt man diesen Willen sofort. Der Opener The Day The Seventh Angel Came hat ein so markantes Bassspiel, dass man ihn unter tausenden Liedern wieder erkennen könnte. Nach langem Intro erklingt die sehr psychedelisch und feminin klingende Gesang – gewöhnungsbedürftig. Mit mehreren Soli und auch angenehm ruhigen Parts endete der erste Song bereits.
Die nächsten vieren Lieder klingen ähnlich. Nuancen lassen jedoch jeden Song individuell gut klingen. Als besonders starker Song bleibt mir dabei As Time Will Bury Us All in Erinnerung: Das Lied verwandelt sich von einer kleinen Flamme zu einem hiesigen Feuer – wovon jedoch niemand Verbrennungen erleidet.
Aus welchem Grund viele Bands zu Zeit auf ein Interlude greifen, ist mir unschlüssig. Gerade, wenn man Alben als Ganzes hört, sind diese Zwischenspiele doch sehr eintönig und teilweise nervig. Sie entfernen den Hörer wieder aus dem Bann der Musik. Auch das Debüt von Orcus Chylde enthält einen solchen Traumfresser namens U Ime / In The Name Of, ehe man bei den beiden letzten Liedern wieder abtauchen kann.

Fazit: Insgesamt ein durchweg gelungenes Album. Super hörbar wenn man mit Freunden zusammensitzt oder einfach mal so zwischendurch. Jedoch ist die Scheibe nicht für dauerhaftes Hören gemacht, da es nach einiger Zeit nichts neues mehr zu entdecken gibt. Für ein Kind der Unterwelt ist es mir persönlich nicht böse genug – kleine Flammen lodern zwar, aber ein tobendes Inferno entsteht nicht.

Tracklist:

1. The Day The Seventh Angel Came
2. Valley Of Thorns
3. Orcus Chylde
4. As Time Will Bury Us All
5. Over The Frozen Rivers
6. U Ime / In The Name Of
7. Quiet Walls
8. Cold Man

Laufzeit: ca. 48 Min.

Anspieltipps: The Day The Seventh Angel Came, As Time Will Bury Us All

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