Rotor – 4

de

Drei Jahre hat sich das Berliner Trio seit Ihrem letzten Longplayer Zeit gelassen, doch jetzt liegt die frisch gebackene Scheibe 4 auf dem Plattenteller. Und RotoR machen da weiter, wo sie 2007 mit 3 aufgehört haben, mit ihrem typischen, treibenden Instrumental-Stoner-Rock. Mittlerweile ist der eigene Stil zwar unverkennbar geworden, aber trotzdem gibt es auch Überraschungen auf dem neuesten Werk der Jungs, die bereits ihr 12-jähriges Bestehen feiern können.

Der Anfang des Albums liefert mit Präludium c.v. ein Klavierintro, bevor dann mit Gnade dir Gott und Karacho/Heizer die RotoR-typische Gitarren-Breitseite kommt. Insbesonder Gnade dir Gott überzeugt mit treibenden Drums, genial-verspielten Bassläufen und heavy-psychedelischer Gitarre. Im Mittelteil entspannt sich alles leicht und wird etwas jazzig.
Schön vorwärts rockend geht es mit An3R4 weiter, ein Song, der vor Energie nur so strotzt und in dem die Band mit Vocals experimentiert (Gastsänger ist André Dietrich von Dÿse). Meiner Meinung nach eine echt gelungene Abwechslung. Sehr stimmiger Song, zu dem der Gesang passt, wie die Faust aufs Auge.

Der nächste Titel, Costa Verde, nimmt dann das Tempo etwas heraus und überzeugt stattdessen mit verträumten Melodielinien und einem schönen, schleppenden Ausklang. Bei Derwisch und Drehmoment dürfen dann wieder guten Gewissens die Haare im Kreis fliegen, man hat bei den fett bratenden Riffs sowieso keine andere Chance, als im Takt mitzugehen.
Drehmoment besticht durch ein abgehacktes Hauptriff und groovigen Rhythmus und Derwisch durch spannende Tempo- und Stimmungswechsel.

Mit dem längsten Song der Platte, Die Weisse Angst, wird eine beklemmende Atmosphäre aufgebaut, die sich durch die fast acht Minuten hinweg durchzieht und aufs Ende zu immer wieder von treibenden Riffs gepusht wird. Als krönenden Abschluss covern RotoR noch Neatz Brigade von The Obsessed, der zweite Titel mit Gesang und eine wirklich gelungene Adaption des Originals.

Alles in allem bleiben RotoR sich selbst treu und haben trotzdem den Mut gehabt, neues einzubauen. Wer die Band schon etwas kennt hört von der ersten bis zur letzten Minute genau ihre Handschrift heraus. Und mit der haben sie noch nie etwas falsch gemacht.

1. Präludium c.v.
2. Gnade dir Gott
3. Karacho/Heizer
4. An3R4
5. Costa Verde
6. Derwisch
7. Drehmoment
8. Die weisse Angst
9. Neatz Brigade

Gesamtspielzeit: 42:00

Anspieltipps: Gnade dir Gott, An3R4, Drehmoment

erschienen auf elektrohasch

Im Forum über diese Platte diskutieren.

Redakteur rating

User rating
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars
(35 votes, average: 7,86 out of 10)

Loading...

en

Berliner trio Rotor took their time producing their latest LP. But now the freshly baked 4 lies on the turntables. And they continue where they stopped 2007 with 3. They still have their typical, adrift instrumental stoner rock sound. By now their style became distinctive however there are surprises on their latest work which was released twelf years after their formation.

The beginning of the record delivers with Präludium c.v. a piano intro before it gets started with Gnade dir Gott and Karacho/Heizer and the Rotor typical heavy guitar walls. Especially Gnade dir Gott convinces the listener with adrift drums, ingenious playful bass lines and a heavy psychedelic guitar. Midway it gets more relaxed and slightly jazzy.
It continues with An3R4 nicely rocking forward. A song which bristles with energy and let’s the band experiment with vocals (guest vocals: André Dietrich of Dÿse). In my opinion a really welcome change. A coherent song which fits with the vocals perfectly.

The next track called Costa Verde takes out some of the tempo and convines with dreamy melody lines and a beautiful sluggish end instead. Listening to Derwisch and Drehmoment and it’s fat roasting riffs hair should fly in circles in good conscience. You have no other choice.
Drehmoment captivates with a chopped up main riff and grooving rythms and Derwisch with suspense tempo and mood changes.

The following track Die Weisse Angst builts up a oppressive atmosphere which remains almost eight minutes . To it’s end it gets pushed up over and over with adrift riffs. It gets topped of with a cover of The Obsesseds Neatz Brigade. The second song with vocals and a really well done adaption of the original.

Altogether Rotor remain true to themselfs and still have the courage to insert something new. Someone who knows the band since a while hears out their handwriting exactly from the first to the last second. And they never did something wrong with that.

1. Präludium c.v.
2. Gnade dir Gott
3. Karacho/Heizer
4. An3R4
5. Costa Verde
6. Derwisch
7. Drehmoment
8. Die weisse Angst
9. Neatz Brigade

Play time 42:00

Songs you should hear Gnade dir Gott, An3R4, Drehmoment

released via elektrohasch

Talk about this release with the community.

Redakteur rating

User rating
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars6 Stars7 Stars8 Stars9 Stars10 Stars
(35 votes, average: 7,86 out of 10)

Loading...