Interview Buddha Sentenza

Zuallererst möchte ich ich mich entschuldigen, dass ich die Antworten der Bandmitglieder nicht jedem einzeln zuordnen konnte, da mirh kein Videointerview möglich war, aus diesem Grund habe ich die Antworten allgemein der ganzen Band zugeordnet. Also stehen da nicht die Namen der einzelnen Mitglieder, sondern einfach nur „Buddha Sentenza“ bzw. „B.S.“. Ich bitte für diesen Umstand um Verständnis.

Kevin: Also Jungs, da es gerade in Strömen regnet und wir unter diesem Vordach gefangen sind, hatte ich die Idee eines spontanen Interviews für unsere Seite.

B.S.: Kein Problem

Kevin: Da euch vielleicht noch nicht alle bei stonerrock.de kennen, würde ich euch bitten, das ich euch erstmal vorstellt.

B.S.: Wir sind Buddha Sentenza aus Heidelberg. Michi an der Gitarre, Tom am Schlagzeug, Jan am Bass, David Zupfgeige und auch Gitarre und Martin am Keyboard.

Kevin: Wie lange kennt ihr euch untereinander und wann habt ihr euch gegründet?

B.S.: Wir haben uns vor ca. 6 Jahren in Heidelberg getroffen. Wir haben irgendwie alle dort studiert und versucht Leute zu treffen, die Bock haben Musik zu machen bzw. zu jammen. Wir haben dann in einer T-Shirt Druckerei einen Proberaum gefunden und dort fleißig musiziert. Alles ziemlich zwangfrei aus Spaß an der Freude. Wir hatten auch keinen richtigen Plan, irgendwelche festen Songs zu machen. Aber vor zwei Jahren haben wir dann angefangen alles zu strukturieren und daraus hat sich Buddha Sentenza entwickelt. Vorerst aber ohne jegliche Ambitionen.

Kevin: Enstehen also die Songs bei euch ausschliesslich durch Jams?

B.S.: Das ist der eine Teil des Prozesses, manchmal fällt uns auch zuhause eine nette Akkordfolge oder sowas ein und die diskutieren wir dann beim Proben. und versuchen es einzubauen. Beim jammen nehmen wir nebenher auf, um herauszufinden was man weiterverwenden könnte. Dadurch verfallen auch haufenweise Ideen wieder.

Kevin: Eine Genrezuordnung ist bei euch jedenfalls ziemlich schwer, bei euch hört man die verschiedensten Stilrichtungen raus.

B.S.: Ja, eine Menge verschiedener Einflüsse…äääh vielleicht Heavy Progredelic (alle lachen). Jedenfalls haben wir so ziemlich alles dabei. Metal, Jazz, 60’s, Stoner und davon auch die verschiedensden Sub-Genres. Wir finden das an sich sehr interessant und lernen so auch voneinander vieles.

Kevin: Dann ist ja die Frage nach euren Lieblingsbands und Alben sehr interessant!

B.S.: Marillion bis ’88 (lachen), auf jeden Fall „Welcome to Sky Valley“ (allgemeine Zustimmung), die Desert Sessions, die erste QOTSA-Scheibe, Opeth, Genesis, Yes, The Yardbirds usw.

Kevin: Euer Album „Mode 0909“ ist ja schon fast zwei Jahre auf dem Markt, seht ihr es als einen Erfolg an?

B.S.: Ja, es ist wesentlich besser gelaufen als wir gedacht hätten. Wir haben es ja selbst produziert, eigentlich nur mit dem Ziel das wir mal etwas als Tonträger rausbringen. Wir waren sehr überrascht das es so viel positive Resonanz darauf gab. Vorallem weil es nicht High-End produziert ist, sondern nur mit unseren beschränkten Möglichkeiten. Der Löwenanteil für die Aufnahmen gebührt Martin. Im Grunde genommen ist es ein großes Demo, wurde aber als Album von den Leuten angenommen.

Kevin: Gibt es schon Pläne für einen Nachfolger?

B.S.: Ja, im Herbst wollen wir mit etwas neuem kommen. Wir müssen alles aber noch herauskristalliesieren und auch mit dem Wolfgang von World in Sound eine Auswahl treffen und das weitere Vorgehen besprechen. Und vorallem das Material noch häufiger live spielen, damit sich noch die letzten konkreten Formen entwickeln.

Kevin: Sprechen wir mal über eure Live-Erfahrungen, gibt es da interessantes zu berichten?

B.S.: Letztens in Karlsruhe haben wir für eine Kunsthochschule gespielt. Das war ein Medienkunst-Projekt und Zugleich Abschlussarbeit von Veranstaltungstechnikern. Die haben richtig aufgefahren! Mit 5 Bühnen die mit den Bands reingefahren sind. Es gab keine Pausen zwischen den Bands, es ging immer gleich weiter. Da standen reisen Metallteile im Raum, Spielereien mit Licht und Nebel. Die haben sich richtig ins Zeug gelegt. Auch die Location, eine alte Munitionsfabrik, war spitze. Demnächst kommt davon ne DVD raus in HD und mit 3D. Die haben sich einfach voll ausprobiert.

Kevin: Haben die wenigstens ihre Prüfung bestanden?

B.S.: (alle lachen) Ja, das hoffen wir zumindest. Nochmal zum Thema, die schönsten Gigs sind für uns immer die Heimspiele. Bei uns im Cosmodrom, wir veranstalten dort auch selbst Konzerte und haben einen gemeinnützigen Verein für Kunst, Kultur, Theater und so weiter. Dafür haben wir auch viel Herzblut investiert. Die Gigs dort haben wir mit den Flying Eyes gespielt, was natürlich sehr geil war. Und von heute erwarten wir uns auch sehr viel. Alleine schon die herrliche Location, schade nur das das Wetter nicht mitspielt. Aber drinnen hat das auch einen schönen Mikrokosmos Charakter. Und die Leute haben ja auch Bock drauf, sie sind ja nicht zufällig hier sondern wollen ne tolle Party erleben und werden bestimmt gute Stimmung machen. Das ist die beste Vorraussetzung für alle um richtig viel Spaß zu haben.

Kevin: Mit welchen namhaften Bands habt ihr schon gespielt?

B.S.: Wie gesagt The Flying Eyes. Dann noch Stonebride, Brant Bjork und Born To Hula. Demnächst spielen wir mit Karma To Burn und natürlich heute mit Monkey 3 und Samsara.

Kevin: Und welche Pläne habt ihr für die nähere Zukunft.

B.S.: Außer dem Album wollen wir halt noch ein bisschen touren und den Rest lassen wir auf uns zukommen.

Kevin: Dann noch viel Spaß heute Abend und viel Glück für die Zukunft!

B.S.: Danke!