Nebula – Stuttgart/Die Röhre – 16.02.2010

Ants On Earth (Support): Sympathische Stuttgarter Jungs. Das Quintett überzeugte mit coolen Riffs und einem rockigen Sound zum mitnicken. Da steckt ziemlich viel Power und Potenzial dahinter. Der Röhre hat es gefallen und somit war die Stimmung für Nebula schon etwas angeheizt.

Nebula Leider ist die Location (wirklich eine Art Röhre) spärlich gefüllt. Nur ein paar Dutzend Besucher sind gekommen und lassen vor der Bühne einiges an freien Platz. Der wird aber schnell ausgefüllt, als Eddie Glass (Gitarrist und Sänger) die Bühne betritt. Nebula lassen sich dann nicht weiter von den eher wenigen Zuschauern beeindrucken, sondern beginnen motiviert ihr Set zu spielen. Das wird im Laufe der nächsten 60 Minuten immer besser und das Publikum damit immer zufriedener. Zu Begeisterungsstürmen kommt es zwar nicht, aber die Amerikaner halten ihr durchweg gutes Spielniveau. Den Jungs fehlt meiner Meinung nach ein oder zwei „Klassiker“ a la ‚Space Lord‘, ‚Electric Worry‘ oder ‚Hooch‘ die als Höhepunkt bezeichnet werden können und die Stimmung zum überlaufen bringen könnten.

Dennoch; Songs wie ‚Let It Burn‘, ‚Giant‘ oder ‚Come Down‘ rocken natürlich. Auch das neue Material (das von den Kritikern eher als Mittelmaß bewertet wurde) kommt live super rüber. Die Platte (Heavy Psych, 2009) entfaltet so ihre eigentliche Wirkung und bringen einen neuen Aspekt in den Nebulasound mit ein: „Heavy Psych“-Elemente (bitte wortwörtlich nehmen ;) ). Nebula spielen immerhin 6 Songs der neuen Scheibe und scheinen ihr eigenes Material gern live zu präsentieren. Auch Eddies Gitarrenspiel (von vielen Soli und Pirouetten geprägt) verleitet stellenweise zum Augen schließen und genießen.

Nachdem die Jungs sich verabschiedet haben, kommt Glass (einziges noch aktives Gründungsmitglied) schnell wieder auf die Bühne, legt einen kurzen Solo-Part ab, um kurz darauf nochmal von ‚Davies‘ und ‚Sweet‘ für 3 weitere Songs unterstützt zu werden (‚The Eagle Has Landed‘, ‚Lead Sky‘ und ‚Down The Highway‘). Ich habe Nebula 2008 als Vorband von Monster Magnet gesehen. Dazumal wirkten sie kaum motiviert und etwas lustlos. Nicht so an diesem Abend in der Röhre. Nebula haben sich zu Recht seit Jahren in der Stoner Rock Szene manifestiert, so dass sie als Support nicht wirklich die Rolle einnehmen die ihnen zusteht. Nebula haben sich als lohnenswerten Act erwiesen, was natürlich zu großen Stücken an Eddie liegt. Die 20€ Eintritt sind dann aber doch bisschen zuviel.

Setlist:

Perfect Rapture
The Dagger
Giant/Clearlight
Search & Destroy (Stooges Cover)
Aphrodite
Dream/Depth’s/Heavy
All The Way
Let It Burn
Pulse
Come Down
Void
The Other Side
__
Fields/Sister
The Eagle Has Landed
Lead Sky
Down The Highway

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